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Neues Ethik-Rating veröffentlicht

Neues Ethik-Rating veröffentlicht

Die Smartphone-Produktion bleibt kritisch: Arbeitnehmerrechte werden missachtet, die Umwelt belastet oder gar Kriege finanziert. Zu diesem Schluss kommen «Brot für alle» und «Fastenopfer» in ihrem Ethik-Rating. 10 große Hersteller von Smartphones, Tablets und Computern wurden im Hinblick auf die Themenbereiche Arbeitsrechte, Umwelt und Konfliktrohstoffe bewertet. Auch wenn in den letzten Jahren Fortschritte gemacht wurden, so im Bereich Umwelt liegt bei den Arbeitsbedingungen in Afrika und Fernost weiterhin vieles im Argen.

Es ist zu begrüßen, dass die Aufmerksamkeit auf das Thema gelenkt wird. Eine gut gemachte Website (http://www.hightech-rating.ch/) übrigens. Die Studie appelliert an die Konsumenten, bei der Produktauswahl kritischer zu sein. Sie haben es in der Hand, durch ihr Kaufverhalten die Hersteller zu beeinflussen.

Das stimmt. Und es kommt noch besser.

Das Fairphone (leider nicht Teil des Rankings) zeigt: eine andere Smartphone-Produktion ist möglich. Kürzlich hat Michael D’heur dazu in verschiedenen deutschen Medien (Markt & TechnikWiWo Green) publiziert.

„Fair“ bedeutet Produktion unter Verzicht auf Konfliktmaterialien und zu im lokalen Vergleich verbesserten Arbeitsbedingungen im Kongo (Rohstoffe) und in China (Fertigung). 2010 von der gemeinnützigen Organisation Waag Society in Amsterdam zunächst als Kampagne mit dem Ziel, die Möglichkeit einer nachhaltigen Smartphoneproduktion zu evaluieren, ins Leben gerufen, mündete das Vorhaben in der Gründung eines erfolgreichen Unternehmens.

Die Telefone finden reißenden Absatz – und die etablierten Hersteller suchen das Gespräch, um von dem Positiv-Beispiel zu lernen.

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