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Nachhaltigkeit gehört zum Handwerkszeug der Kostenreduktion

Nachhaltigkeit gehört zum Handwerkszeug der Kostenreduktion

Ihr Managementteam erwartet mehr Einsparungen und Sie glauben, dass alle Möglichkeiten bereits genutzt wurden? Nachhaltigkeit ist mittlerweile eine ernsthafte Quelle für zusätzliche Einsparungen geworden….

  • Nachhaltige Kostenreduzierung beinhaltet mehr als Einsparungen durch den Einkauf und die Supply Chain.
  • CFO’s sehen Nachhaltigkeit mittlerweile als relevanten Hebel zur Umsetzung von Strategie und Kostensenkungen.
  • Unternehmen die das Potential von Nachhaltigkeit zur Kostenreduktion nutzen, erarbeiten sich Wettbewerbsvorteile. Jetzt ist die Zeit gekommen zu handeln!

In Anbetracht der aktuellen Unsicherheit in der globalen Wirtschaft und einer wachsenden Anzahl regionaler Konflikte schalten Unternehmen bereits langsam aber sicher in einen ‚Vor der Krise‘ Modus. Die Finanzkrise 2008 und die folgenden starken Schwankungen der Märkte haben in vielen Unternehmen zu Mechanismen geführt, sich frühzeitig auf neue Krisen vorzubereiten. Speziell in Krisenzeiten ist es insbesondere die Fähigkeit, dauerhaft und nachhaltig Kostenreduzierungen in Produkten und Wertschöpfungsketten zu erzielen, die ein Garant für die Sicherung von Liquidität und Wettbewerbsfähigkeit ist.

Wie in meinem Buch CSR und Value Chain Management beschrieben, ergibt sich die Notwendigkeit regelmäßiger und nachhaltiger Kostensenkungen aus der Zunahme der Geschwindigkeit der globalen Wettbewerbsprozesse. Während Kostensenkungen im Einkauf und der Supply Chain zur Tagesordnung gehören, sind sie mittlerweile ebenso in der Produktentwicklung, der Logistik und auch im Corporate Risk Management angekommen. Die neueste Möglichkeit, die Kostenposition eines Unternehmens zu verbessern, kommt aus einem Bereich, der lange eher als Kostentreiber missverstanden wurde: Nachhaltigkeit als Quelle regelmäßiger Kostensenkungen.

Nachhaltige Kostenreduktion beinhaltet sowohl die Senkung der Kosten in der Wertschöpfungskette (z.B. für Produktdesigns, Materialien, Produktion, Logistik, Verpackung, Umweltmanagement) als auch die Berücksichtigung der sogenannten „Externalitäten“. Dabei versteht man unter den „Externalitäten“ alle Faktoren, die ein Unternehmen im Rahmen seiner Wertschöpfung in Anspruch nimmt, aber derzeit nicht in seiner Bilanz und GuV führt. Als Beispiel sei hier das Kapital genannt, dass die Natur zur Verfügung stellt. Zu verstehen, wie man Nachhaltigkeit als Hebel zur Kostensenkung nutzen kann, birgt eine Möglichkeit sich vom Wettbewerb abzusetzen. Meine oft geäußerte Meinung, dass Nachhaltigkeit definitiv zu den Bereichen gehört die in Zukunft zu Kostensenkungen führen werden, wird von verschiedenen Studien und Feedback aus Unternehmen unterstützt. Als gutes Beispiel sei hier die 2012 CFO Sustainability Survey von Deloitte genannt. Die Studie kommt zum Schluss, dass CFOs mittlerweile aktiv die Umsetzung der Nachhaltigkeitsagenda mitgestalten, weil sie Nachhaltigkeit als wichtigen Hebel zur Kostensenkung erkannt haben.

Managementteams in Unternehmen beginnen jetzt sich ernsthaft mit dem Thema Energiemanagement, Abfallvermeidung, Wasserrisiken, dem Absichern von Commoditypreisen oder Einsparungen aus einer geschlossenen Supply Chain zu beschäftigen. Einsparungen durch nachhaltige Verpackungsmaterialien sind ebenfalls ein gutes Beispiel. Die Kosten eines neuen Designs und der Austausch von Verpackungsmaterialien aus nachwachsenden Rohstoffen werden durch die Einsparungen mehr als ausgeglichen. Aus Umweltsicht wird durch nachhaltige Verpackungen nicht nur der Anteil an Abfall auf Restmülldeponien verringert, sondern auch der Einsatz an Rohmaterialien verringert. Am besten funktioniert das, wenn die Produkte schon für die Wiederverwendung konzipiert sind. Ein Beispiel findet sich im sehr interessanten Artikel von Suzanne Heyn: Finding Cost Savings: It’s the Whole Package.

Wer Verantwortung für Produkte und Supply Chains (kurz: die Value Chain) hat, sollte sich damit beschäftigen, welche Möglichkeiten Nachhaltigkeit als Quelle zusätzlicher Einsparungen birgt. Dabei wird es sicherlich auch die ein oder andere unerwartete Möglichkeit gegen, von denen auszugsweise einige genannt werden:

  • Nutzen von Steuervorteilen aufgrund nachhaltiger Praktiken.
  • Kostensenkung durch Änderung von Produktdesigns, die mehr nachwachsende Rohstoffe und Komponenten enthalten.
  • Simulieren der Auswirkungen von „Externalitäten“ um adäquate Strategien zur Vermeidung/Reduzierung zu entwickeln.
  • Strategien und Umsetzungspläne entwickeln, die Risiken und Kosten neuer Umweltgesetzgebung minimieren.
  • Einkaufsrichtlinien so anzupassen, dass nachhaltige Produkte und Praktiken Grundvoraussetzung für eine Geschäftsbeziehung sind.
  • Entwicklung neuer Ansätze, um volatile Commoditypreise zu beherrschen (Hedging, Substitution,…).

Um die Möglichkeiten, die Nachhaltigkeit zur Kostensenkung bietet, zu verstehen sind Transparenz und ein klares Verständnis über die vollständige Kostenposition der Value Chain notwendig. Diese aus der Nachhaltigkeitsperspektive zu betrachten und zu bewerten wird die offensichtlichen, die neuen, die versteckten und die unerwarteten Möglichkeiten ans Tageslicht bringen. Die Zukunft gehört den Unternehmen, die hier den Mut haben voranzugehen und neue Wege zu gehen.

Jetzt ist die Zeit gekommen zu handeln! Wir unterstützen Sie gerne bei der Aufdeckung und Umsetzung neuer Kostensenkungspotentiale. Unser Continuous Cost Reduction Ansatz hat sich hier bereits vielfach bewährt!

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