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Lieferanten & Partner-Netzwerke

Herausforderung

Die Auswahl der richtigen Partner, deren Integration in die eigene Wertschöpfung und das Management von Versorgungsrisiken sind wichtige Faktoren für eine flexible Wertschöpfung und somit letztendlich auch für den Unternehmenserfolg. Flexibilität und Nachhaltigkeit können nur dort dauerhaft und glaubwürdig umgesetzt werden, wo Lieferanten und Partner in Prozesse und Abläufe eingebettet sind und nach den gleichen oder ähnlichen Prinzipien agieren.
Transparenz in der Lieferantenbasis und Vertrauen sind die wesentlichen Aspekte, um Netzwerke von Lieferanten & Partnern zu betreiben und Wettbewerbsvorteile zu realisieren. Während sich Richtlinien für nachhaltige Beschaffung oft nur auf die Transaktionsebene beziehen, ist der proaktive Ansatz in Netzwerken dadurch geprägt, dass hier Lieferanten auch aktiv beim Aufbau neuer Fähigkeiten unterstützt werden. Die Zusammenarbeit mit Lieferanten ist auch eine Grundvoraussetzung, um Kunden eine Auswahl an nachhaltigen Produkten anbieten zu können.

Lösung

Die Zusammenarbeit mit Lieferanten und strategischen Partnern im Sinne gemeinsamer Netzwerke (Supplier & Partner Networks), bildet eine wichtige Komponente bei der Verankerung von Flexibilität und Nachhaltigkeit in der Wertschöpfungskette. Da nur sehr wenige Unternehmen heute noch weitgehend unabhängig agieren können, ist die Qualität und Leistungsfähigkeit der Partner ein wichtiger Faktor für den Erfolg.

Auswahl der richtigen Partner: Das Grundverständnis für die Rolle von Lieferanten hat sich über die letzten Jahre stark verändert. Der Lieferant wird nicht nur als Transaktionspartner gesehen, dessen eigene Wertschöpfung quasi als ‚Black Box‘ existiert und der nur in der allfälligen Jahresverhandlung näher betrachtet wird. Die Auswahl leistungsfähiger Lieferanten hat bereits durch die verschiedenen Outsourcingwellen der letzten Jahre an Bedeutung gewonnen. Die Verringerung der eigenen Wertschöpfungstiefe macht es notwendig, mit Lieferanten enger, häufiger und partnerschaftlicher zu arbeiten. Die Kollaboration mit Lieferanten, bezieht sich dabei nicht nur auf die Erstellung gemeinsamer Geschäftspläne, Entwicklungspartnerschaften und operativer Planung (z.B. von kritischen Komponenten mit langen Lieferzeiten). Nachhaltige und faire Praktiken bei Lieferanten sind heute ‚Eingangskriterium‘ für eine längerfristige Zusammenarbeit. Dabei ist zu beachten, dass es sich oft um eine Gratwanderung handelt, bei der Produktqualität, Lieferfähigkeit und Arbeitsbedingungen ausbalanciert werden müssen.

Transparenz und Lieferantenkollaboration: Neben Markt- und Technologiekenntnissen sind Lieferanten strategisch zu segmentieren, Beziehungen kontinuierlich operativ zu managen und bei Performanceproblemen richtig zu eskalieren. Die Integration mehrerer Stufen von Lieferanten, die als Partner sowohl der Entwicklungsabteilung als auch als Zulieferer in ein globales Produktionsnetzwerk von eigenen/fremden Standorten liefern können, kann nur erfolgreich gestaltet werden, wenn die Koordination von Personen durchgeführt wird, die ein tiefes Verständnis von Einkauf, Operations und Nachhaltigkeit haben.
Speziell im letzten Punkt gibt es aufgrund der vielfältigen Interpretationen von Nachhaltigkeit noch Nachholbedarf in Unternehmen. Hier geht es darum, die notwendigen Fähigkeiten aufzubauen, um den Bedürfnissen von Kunden und Unternehmen nachzukommen. Nachhaltigkeit bei Lieferanten und Partnern spielte bisher nur eine Rolle, wenn es darum ging, die Einhaltung von gesetzlichen Vorgaben und erwarteten Nachhaltigkeitsstandards über Complianceregelungen zu kommunizieren. Derzeit nutzen viele Unternehmen die Verabschiedung eines Verhaltenskodex (Code of Conduct) als Mittel der Wahl, um die Erwartungen an Ethik und Arbeitspraktiken von Lieferanten zu definieren. Somit soll den Anspruchsgruppen des Unternehmens die Sicherheit gegeben werden, dass Lieferanten sich nach den gleichen Prinzipien richten wie das Unternehmen selbst. Der Großteil der heute eingesetzten ‚Codes of Conduct‘ zielt auf die folgenden Kriterien ab: Einhaltung von Gesetzen, ethische Integrität, saubere Geschäftspraktiken, offene Kommunikation, Ablehnung von Korruption, Einhaltung von Menschenrechten, sichere Arbeitsbedingungen, faire Entlohnung, Umweltschutz und gesellschaftliches Engagement.

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mkdf-team-image
Michael D’heur
Expert for Strategy, Product Development, Supply Chain, Sustainability, Digitalisation
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