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F&E-Outsourcing: Chance für KMU?

F&E-Outsourcing: Chance für KMU?

  • Während Outsourcing von Leistungen heute zum Standard in der globalen Wirtschaft gehört, ist diese Praxis in der Forschung & Entwicklung noch weitgehend ungenutzt
  • Das Werkzeug der ‚Core/Non-Core Analyse kann sowohl für multi-nationale als auch mittelständische Unternehmen Chancen bieten sich auf das zu konzentrieren, was wirklich wichtig ist
  • Unternehmen sollten heute schon verstehen wo die Fokusaktivitäten von morgen sind. Dies ist eine Grundvorraussetzung um in einem volatilen, unsicheren, komplexen und mehrdeutigen Geschäftsumfeld zu bestehen

 

Autor: Andreas Ruelke, Senior Adviser bei shared.value.chain

Dieser Artikel wurde im Rahmen der Vortragsreihe ‚Innovation in der Praxis‘ des park innovare in der Schweiz veröffentlicht.

Müssen Unternehmen ihre Produkte komplett selbst entwickeln oder können sie in F&E mit Hilfe von Lieferanten effizienter arbeiten?

Was in der Fertigung und Produktion gang und gebe ist, wird in der Entwicklung noch immer stiefmütterlich behandelt. In den letzten Jahren und Jahrzenten war es üblich, einzelne Schritte der Produktion oder sogar die komplette Fertigung, auszusourcen und durch Lieferanten herstellen zu lassen. Bis hin zum Entstehen von virtuellen Unternehmen, die sehr effizient komplexe weltweite Produktionsnetzwerke steuern – jedoch keine eigene Fabrik mehr besitzen oder betreiben.

Diese inzwischen akzeptierte und auch vielfach erfolgreiche Methode wird in der Entwicklung immer noch selten angewendet, auch wenn Untersuchungen zufolge der weltweite Markt für outgesourcte F&E-Dienstleistungen 2015 schon 36 Milliarden US-Dollar umfasst. Wer hat schon den Mut zu sagen, dass auch Teile der Entwicklung von Lieferanten übernommen werden könnten. Dabei sind in allen Branchen eine Menge zuverlässiger Auftragsentwickler am Markt, die zudem über einen beachtlichen Leistungsausweis verfügen. Aber selbst wenn es Lieferanten gibt, die gerne Teile der Entwicklung übernehmen würden, dann ist doch die Unsicherheit gross, wie man an dieses Thema herangehen soll.

Die Core/Non-Core Analyse, als Werkzeug um Potentiale von F&E-Outsourcing zu erkennen

Ein guter und erprobter Ansatz ist es, mit einer Core- / Non-Core-Analyse der Produktelemente zu beginnen. Auch wenn die Entwicklungsaktivitäten alle intern beibehalten werden sollen, ist das ein hervorragender Ansatz, um sich Klarheit über die Wichtigkeit der einzelnen Entwicklungsaufgaben zu verschaffen. Auf der Basis lässt sich entscheiden, ob und wann einzelne Teile des Produktes oder komplette Produkte an Lieferanten zur Entwicklung und Wartung gegeben werden könnten. Wenn dann einmal das Entwicklungsbudget unter Druck kommt, ist das Unternehmen darauf bereits vorbereitet die Produktivität zu erhöhen.

Aus Sicht kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) ergibt sich eine weitere interessante Perspektive So verfolgen diese oft Nischenstrategien, um sich erfolgreich zu behaupten, womit sie nicht selten im erfolgreich sind. Die Konzentration auf Kernkompetenzen ist somit sinnvoll und birgt jedoch die latente Gefahr, wichtige technologische Entwicklungen zu übersehen oder einfach nicht verarbeiten zu können. In der Fokussierung liegt umgekehrt eine Chance. Denn als Outsourcing-Partner kann ein KMU die eigenen Kernkompetenzen breiter vermarkten.

Warum ist es wichtig?

Unternehmen sollten heute schon verstehen wo die Fokusaktivitäten von morgen sind. Dies ist eine Grundvorraussetzung um in einem volatilen, unsicheren, komplexen und mehrdeutigen Geschäftsumfeld zu bestehen

Gerne diskutieren wir mit Ihnen, wie die Core/Non Core Analyse auch in Ihrem Unternehmen zu nachhaltig besserer Leistung beitragen kann. Bitte kontaktieren Sie uns.